Die Winzerfamilie Luckert

Das Wort "Winzerfamilie" könnte bei uns in der Sulzfelder Maingasse erfunden worden sein. Als Winzer in der siebten Generation kümmern wir uns um den An- und Ausbau eines ehrlichen und für die Region typischen Frankenweins.

Das "geerbte" Wissen, die Beschäftigung mit alten und neuen Rebsorten und die Verantwortung der Natur gegenüber sind die Basis für die nächsten Jahrzehnte. Denn auch dann wollen wir Sie mit unseren Standardsorten wie Müller-Thurgau und Silvaner, aber auch mit dem Gewürztraminer und dem Grauen Burgunder verwöhnen.

Die Familie Luckert: Wir wären keine Winzerfamilie, wenn wir unsere Kunden und Gäste nicht als Freunde sehen würden. Und welcher Freund lässt sich nicht gerne von einer "echten Prinzessin" kulinarisch verwöhnen?

Wetten, dass ...

... wir die einzige Winzerfamilie Frankens sind, in der alle drei Töchter Weinprinzessinnen waren? Zunächst stand unsere älteste Tochter Susanne im Jahr 1994 auf dem Podest. Ihr folgte 2009 Schwester Nina. Und in 2011 wurde Lisa die Erste zur Sulzfelder Weinprinzessin gekrönt. Apropos: Das bleibt hier so lange stehen, bis uns einer etwas anderes beweist ;-)

Chronik einer Winzerfamilie

Alles begann damit, das Luckert Ferdinand geb. 1757 sich in eine Winzer- & Landwirten-Familie einheiratete und von da an gehörte der Betrieb nun der Familie Luckert. Der Betrieb wurde von Generation zu Generation weitergegeben, bis zu den Großeltern des heutigen Betriebsinhaber wurde die Landwirtschaft betrieben, doch Gerhard Luckert´s Interesse galt mehr dem Weinbau. Er gab die Landwirtschaft auf und widmete sich dem Rebveredeln. Gerhard wurde Rebschutzwart. Sein Sohn Winfried Luckert (geb. 1961) der heutige Betriebsleiter war so begeistert vom Weinbau, dass er sich entschloss eine Lehre zum Winzer zu beginnen. Winfried wollte mehr, er hatte den großen Traum einmal sein eigenes Weingut zu führen, diesen Traum verwirklichte er 1984 noch bevor er seinen Winzermeister hatte den er erst 1987 erfolgreich abschloss.

Seine ersten Weine baute er in die an das Wohnhaus angrenzende Scheune/Kelterhalle aus, aber der Platz reichte nicht aus und so musste 1985 umgesiedelt werden. Außerhalb des Altortes, denn dort war genügend Platz um einen ausreichend großen Weinkeller zu bauen. Der zurück gewonnene Platz in der Scheune wurde gleich wieder erfolgreich zu einer Heckenwirtschaft umgebaut, in der es typisch Fränkische Gerichte gibt und dazu natürlich auch den passenden Wein, dies war aber auch alles nur möglich, weil seine wunderbare Ehefrau Ingrid Henning-Luckert ihn dabei unterstütze und ihm mit Rat und Tat zur Seite stand. Sie war auch verantwortlich für die Leckereien die es im Betrieb gab, wie z.B. selbstgemachte Marmelade, Pralinen oder auch das Essen für die Wirtschaft.

Winfried hat sich daraufhin vergrößert und noch mehr Reben angepflanzt, die verschiedensten und leckersten Rebsorten. Mittlerweile hatte er gute 7ha Rebfläche etwas mehr Weißweinsorten als Rotweinsorten, aber genügend um als selbstständiger Betrieb bestehen zu können. Mit Leib und Seele ist er Winzer sodass er 1996 nicht mehr mit ansehen konnte wie der Müller-Thurgau seinen Wert verlor und gründete so mit 17 anderen Winzern die Gruppe Frank & Frei um den Müller-Thurgau wieder ins Herz der Weintrinker zurück zu holen.

"Lucky", so wurde er immer liebevoll genannt, bekam drei wundervolle Töchter, die auch alle bereit waren mit im Betrieb zu helfen, die älteste Tochter Susanne übernahm die Buchführung des Betriebes, doch nur eine der Mädchen entschloss sich in die Fußstapfen ihres Vaters zu treten ? die jüngste der drei Lisa Luckert geb. 1992. Sie begann wie ihr Papa eine Lehre zur Winzerin und besucht nun auch die Technikerschule für Weinbau und Oenologie in Veitshöchheim, denn sie strebt den gleichen Traum wie Ihr Vater an, einmal ein eigenes, erfolgreiches und tolles Weingut zu führen.

Winfried war so begeistert dass er seine Tochter bei allem Unterstützte und ihr auch schon die eine oder andere eigene Entscheidung was den Betrieb angeht treffen lies. Sie durfte sogar unter "strenger" Aufsicht ihres Vaters 2012 ihren ersten eigenen Wein ausbauen, der den Namen Lisamony erhielt ein Zusammenspiel aus ihrem Vornamen und dem englischen Wort harmony. Nach 29 Jahren Heckenwirtschaft wollte Lucky seinen Kunden noch mehr bieten außer dem Weinverkauf, Weinproben und Heckenwirtschaft. Er begann 2013 den Umbau der Heckenwirtschaft zu einer Vinothek, jedoch hieß das nicht für Ihn es gibt keine Wirtschaft mehr ? nein, diese sollte genauso noch erhalten bleiben wie zuvor auch. Bis heute schätzen seine Kunden, seine Philosophie des Weinmachens und viele freuen sich schon auf die neuen Räumlichkeiten, in denen die Familie ihnen mit ihren Köstlichkeiten die Sinne vernebeln können.